Neurofeedback

Welche Anwendungsbereiche zur Verbesserung kognitiver und sensitiver Fähigkeiten bestehen?
  • Steigerung der Entspannungsfähigkeit
  • Erhöhung der Stresstoleranz
  • Training von Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Kontrolle von Entspannungstechniken
  • Erhöhung der Aufnahmefähigkeit
Welche therapeutischen Anwendungsbereiche gibt es für Neurofeedback?
  • Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (AD(H)S)
  • Epilepsie
  • Tinnitus
  • Autismus
  • Schlaganfall
  • Suchtkrankheiten
  • Tic-Störungen, Tourette-Syndrom
  • Angststörungen
  • Depressionen
  • Migräne
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
Was ist Neurofeedback?

Neurofeedback ist eine wissenschaftliche Methode zur Messung und Verbesserung der Gehirnaktivität. Sie basiert auf Erkenntnissen der Gehirnforschung, dass sich bestimmte Verhaltensmuster immer auf dieselben Gehirnwellenmuster zurückführen lassen. Die Hirnaktivität ist im Normalfall nicht über unsere Sinne wahrnehmbar, kann aber durch Messgeräte sichtbar gemacht werden. Das computergestützte Neurofeedback trainiert therapeutisch verschiedene Leistungen des menschlichen Gehirns auf der Basis der im EEG (Elektroenzephalogramm) messbaren elektrischen Hirnaktivität.

Wozu wird Neurofeedback eingesetzt?

Durch Optimierung der Hirnströme soll die Wahrnehmung, das Denken, die Aufmerksamkeit, das Verhalten und Wohlbefinden nachhaltig positiv beeinflusst werden.

Wie funktioniert Neurofeedback?

Es werden 3 bis 5 Sensoren am Kopf des Anwenders befestigt, die die Hirnströme aufnehmen. Auf einem Monitor werden die Messungen sichtbar gemacht.
Der Anwender sieht außerdem verschiedene Animationen, die ihm positive Veränderungen seiner Hirnaktivität direkt sicht- oder hörbar zurückmelden (Feedback). Der Patient lernt durch diese Erfolgsmeldungen die verbesserte Hirnaktivität immer schneller und anhaltender zu erreichen. Dem Gehirn werden keine elektrischen Impulse zugeführt. Es wird nur die Hirnaktivität gemessen und dem Anwender zurückgemeldet.

Wie lange dauert eine Sitzung?

Inklusive Vorbereitung ca. 60 Minuten.

Wie viele Sitzungen sind nötig?

Im Regelfall sind 20 — 40 Sitzungen nötig. Vorgabe für eine Beendigung der Therapie ist eine messbare Verbesserung der elektrischen
Hirnaktivität auf annähernde Normwerte in 3 aufeinanderfolgenden Sitzungen.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Wie beim Blutdruckmessen oder EKG spürt man keinen Schmerz.

Kann Neurofeedback die Einnahme von Medikamenten ersetzen?

Wissenschaftliche Untersuchungen sagen eindeutig „Ja“. Die Praxis sieht häufig noch anders aus. Dennoch ist die Tendenz zur Verringerung bzw. Absetzung einer Medikation in sehr vielen Fällen gegeben.

Gibt es Nebenwirkungen?

Nein, bisher sind keine bekannt.

Wie lange hält die Wirkung einer Neurofeedback-Therapie an?

Neurofeedback ist ein längerfristiger Lern-prozess, ähnlich wie Radfahren lernen. Das Gehirn ändert seine Aktivitätsmuster nachhaltig.

Ab welchem Alter ist Neurofeedback möglich?

Zurzeit ist der Schuleintritt als Mindestalter gängig. Jünger wäre aber auch möglich. Ein Höchstalter gibt es nicht. Als Erwachsener kann es sinnvoll sein, seine Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Aber auch älteren Menschen mit nachlassenden geistigen Fähigkeiten kann Neurofeedback helfen.